Insolvenzrecht und Restrukturierungen

Insolvenzen sind ein komplexes Kapitel im Wirtschaftsleben. In der Corona-Krise stehen Sie vor neuen Herausforderungen. Niemand weiß derzeit genau, wie lange die Krise andauert und welche Auswirkungen sie in den nächsten Monaten auf Ihr Unternehmen haben wird.

Aus diesem Grund wurde die Maximalfrist für die Stellung eines Corona-bedingten Insolvenzantrages von bisher 60 Tage auf 120 Tage ab Eintritt der Insolvenzvoraussetzungen erweitert. Sofern Sie nicht nur bei Eintritt der Zahlungsunfähigkeit, sondern bereits bei Überschuldung eine Insolvenzantragspflicht trifft (zB als GmbH), ist diese bei einer vom 1.3.2020 bis 30.6.2020 eingetretenen Überschuldung ausgesetzt. Liegt eine Überschuldung (noch) am 30.6.2020 vor, ist vom Schuldner ein Insolvenzverfahren jedoch unverzüglich zu beantragen. Insoweit eine Insolvenzantragspflicht nicht besteht, ist auch eine Haftung der Organe wegen Verletzung des
§ 69 Abs 2 IO als Schutzgesetz ausgeschlossen. Im gleichen Zeitraum ist ein Insolvenzverfahren aufgrund eines Gläubigerantrags nicht zu eröffnen, sofern Sie zwar überschuldet sind, aber weiterhin zahlungsfähig bleiben.

Ist trotz staatlicher Unterstützung (Härtefallfonds, Hilffonds, Kurzarbeit etc) eine Insolvenz nicht zu vermeiden, können wir für Sie als Schuldner mit einer umsichtigen Vorbereitung und Durchführung eines Insolvenzferfahrens die Weichen für einen optimalen Ausgang stellen.

Sofern Sie als Gläubiger bzw Vertragspartner von einer Insolvenz Ihres Schuldners bzw Ihres Vertragspartners betroffen sind, vertreten wir Ihre Interessen und unterstützen Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte.

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